Wir über uns

Der Sportverein Jungblut Born 1910 e. V. im Wandel der Zeit

von Paul Offermanns

Totgesagte leben länger. So heiß ein altes Sprichwort. Nach dem 100-jährigen Bestehen im Jahre 2010 war davon die Rede, beim Sportverein Jungblut 1910 Born e.V. nicht weiter machen zu können (wollen) – insbesondere im Fußball. Das trifft auf den quicklebendigen Sportverein Jungblut Born 1910 e.V. heute nicht mehr zu. Er nahm den Wandel der Zeit als neue Herausforderung an. Er steht voll im Saft. Jungblut sprüht vor Elan und Bewegung. Der Sportverein sieht sich als Dienstleister für die Jugend und für Junggebliebene. Er freut sich, dass viele alte Mitglieder ihm die Stange halten und an der Tradition festhalten, ihm angehören zu müssen, weil ihnen Jungblut in der Kindheit und Erwachsenenzeit viel gegeben hat. Die Bezeichnung „Jungblut“ soll weiterhin Bestand haben und keine Floskel sein. Mit seinen 107 Jahren kehrte er sogar zu seinen alten Wurzeln, dem Fußball, zurück. Der Dorfverein, der immer wieder für neue Ideen gut ist, brachte in diesem Jahr nach Startschwierigkeiten den Ball ins Rollen. Eine Fußballmannschaft etablierte sich wieder. Die Jungblut-Elf spielt auf dem Sportplatz in Bracht am Alster Kirchweg in der Kreisliga C. Es kommen laufend Anfragen von auswärts, hier spielen zu wollen. Die Zeichen des Sportvereins stehen auf Wachstum. „Wenn das so weitergeht, erreichen wir bald wieder im Sportverein die 200-Mitglieder-Grenze“, sagt der agile Vorsitzende Peter Schmitz, der tatkräftige Unterstützung im Vorstand und vor allen Dingen Rückhalt in seiner eigenen Familie findet. Und wer Peter Schmitz und seine Mannschaft kennt, sie haben noch mehr Ideen, um den Verein am Leben zu erhalten. Zuletzt feierte die Frauen-Fitness-Gruppe (FFG) ihr 25-jähriges Bestehen, die bei Festen in organisatorischer Sicht eine feste Größe ist. Neue Säulen sind Segeln und Taekwondo. Sie locken viele Jugendlichen aus der Burggemeinde Brüggen und von auswärts an. Die Zusammenarbeit mit Thomas Schneider (7. Dan) und seiner Kampfsportgemeinschaft (KSG) Oh-Do-Kwan Dülken brachte wichtige und entscheidende Impulse für den modernen Kampfsport, der olympisch ist. Der Segelsport ist nach vielen Irrfahrten endlich im Hafen angekommen. Am oberen Hariksee (Nähe Schlösschen) fanden die Segler eine neue Heimat, wo jetzt zum Teil der Dreh- und Angelpunkt des Vereinslebens ist. Was die Segelsportabteilung jetzt auszeichnet, dass da Beständigkeit reingekommen ist. Auch hier sollen neue Ideen eine gewisse Stabilität bringen. Die Fluktuation wurde gestoppt. Die Segelsportler bleiben bei der Stange und finden neue Freunde.